Paella! Lecker! Nachkochen!

Paella! Lecker! Nachkochen!

Was soll man dazu noch erzählen?! Das Gericht, das alle Deutschen (und vermutlich auch alle anderen Nicht-Spanier) mit Spanien verbinden. In unzähligen Varianten auffindbar, als Massenware im Tiefkühlfach aber auch das tradionelle Essen für spanische Familien-Treffen am Sonntagnachmittag. Übrigens richtig bemerkt. Mittag/Nachmittag, mit viiiiieeeel Zeit. Abends gibt es Paella traditionell nicht, nur in Touristengebieten. Und ursprünglich kommt sie aus Valencia, wo sie mit Gemüse (Tomaten, Paprika, aber auch Bohnen, Artischockenherzen oder Erbsen), Fleisch (Hühnchen, Schwein, Kaninchen) und Schnecken zubereitet wird. Besonders lecker für uns ist aber die Meeresfrüchte Paella. Da schmeckt man richtig Spanien, das Meer und die Sonne!

Zutaten (für 6 Personen):

- Paellera (=Paella Pfanne)
- 200 g Reis
- 2 Fäden Safran
- ca. 150 g Muscheln
- ca. 150 g Garnelen
- 6 rohe Garnelen
- 5 Tomaten
- 1 1/2 Paprika (gelb und grün)
- 4 Knoblauchzehen
- Salz
- Öl

Dauer: ca. 3 Stunden

Kategorie:
- fleischlos (in beliebigen Varianten. Nirgends ist Fleisch notwendig.)
- Mittagessen
- Hauptgang

Zubereitung:

Anfangen müssen wir immer mit Gemüse-Schneiden. Paprika halbieren und entkernen, Knoblauch schälen, dann beides in kleine Stücke würfeln - die Größe könnt Ihr Euch vorstellen, wenn Ihr das Bild anschaut. Im Öl lassen wir die schon ein bisschen kochen, während jetzt die Tomaten geschält, entkernt und gewürfelt werden müssen. Nach ein paar Minuten sind die Paprika so weit, dass wir den Knoblauch und eine Minute danach die Tomaten zugeben können. Bei niedriger Flamme warten wir dann, bis das ausgetretene Wasser verdampft ist.

Schritt 1 Schritt 2

Danach kommt ca. ein 3/4-Liter kochende Wasser dazu, um das Gemüse zu kochen. Traditionell sollte man sogar zweimal kochendes Wasser zugeben und warten bis es verdampft ist. Wenn wir nicht genug Zeit haben können wir diesen Schritt aber einfach überspringen.

Als nächstes kommen schon die Meeresfrüchte dazu. Oben bei den Zutaten haben wir einfach Richtwerte angegeben, im Grunde seid Ihr da aber Eurer Fantasie überlassen. Tintenfischringe, Jakobsmuscheln, Meeresfrüchtemischungen, Krabben, Fisch-Stücke - all das passt in eine Meeresfrüchte-Paella. Auch die Menge kann man variieren, je mehr drin ist, desto reicher und abwechslungsreicher ist der Geschmack. Wir haben tiefgefrorene Miesmuscheln und Garnelen benutzt, das funktioniert dafür sehr gut. Wir lassen sie ihr Wasser verlieren und dann verdampfen, das ganze sieht man wieder unten:

Schritt 3 Schritt 4

Schritt 5Wenn man bei diesem Schritt ist, bekommt man manchmal Zweifel: erstens schaut die Pfanne schon ziemlich voll aus, und man weiß nicht, wohin mit dem Reis; zweitens sieht das Wasser eigentlich schon gelb aus, obwohl noch gar kein Safran drin ist. Aber das passt schon, die Farbe kommt von den Zutaten und für den Reis ist immer Platz, siehe Bild, traditionell in Kreuz-Form.

Nun kommen Safran und Wasser: das Wasser-Zugeben dagegen kann kritisch werden, wenn nicht mehr viel Platz hat. Aber auch dafür gibt es eine einfache Lösung: man benutzt nicht
Schritt 6
alles Wasser, das man zum Aufgießen braucht, auf einmal, sondern fügt so viel Wasser hinzu wie möglich, lässt den Reis es (leicht köchelnd) aufnehmen und fügt dann neues hinzu, bis der Reis die richtige Konsistenz hat. Dieser Vorgang dauert dann eben die meiste Zeit. Wichtig ist dabei ein durchgängiges Abschmecken - evtl. muss man Salz zugeben, aber das hängt von den Zutaten hab.

Zu gleichen Teilen wegen des dekorativen Effekts und des Geschmacks legt man oft noch ganze, ungeschälte Garnelen auf die Paella. Durch die Hitze Schritt 7der Paella werden sie automatisch mitgekocht. Dabei brauchen sie nur zwischen 5 und 10 Minuten - bis sie eben vom grauen Originalzustand aus rosa/orange geworden sind. Wenn man sie zugibt, muss der Reis also schon ziemlich die endgültige Konsistenz haben.

Das Einzige, worauf man noch achten muss, ist, dass auch das ganze Wasser verdampft bzw. vom Reis aufgenommen Schritt 8ist (und gleichzeitig natürlich, dass der Reis nicht anbrennt). Dabei muss man noch ein bisschen auf die Optik achten, da die Paella in der Pfanne serviert wird und auch
die Garnelen oben, nicht verschoben werden sollten. Wir empfehlen also, nur an der seite mit einem (kleinen) Löffel den Reis anzuheben, um zu überprüfen, ob es noch Wasser gibt.

Traditionell wird es mit einem Küchentuch bedeckt serviert. die ganze, große Paellera kommt auf den Tisch - die Familie setzt sich und freut sich, wenn das Tuch abgezogen wird, und das Bild erscheint, das ihr oben rechts seht.

So wird's dann serviert und so sieht's aus!

Und - habt Ihr Appetit bekommen?

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